Ein Diskussionsforum des gemeinnützigen Vereins "Grüne Welt & M-V Kulinaris" i. G. mit Prof. Dr. Wolfgang Methling zum Thema Klimaschutz und Energiepolitik
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Professor Dr. Wolfgang Methling, gegenwärtig Oppositionsführer im Schweriner Landtag und von 1998 bis 2006 zwei Legislaturperioden Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, schaffte es sogar noch ein paar Minuten vor dem abgesprochenen Veranstaltungsbeginn um 19:00 Uhr am Freitag, dem 26.September, in das Ferienhof-Gästehaus in Ribnitz-Damgarten zu kommen, obwohl er zunächst an dem Tag wegen der stattgefundenen Landtagssitzung in Schwerin Bedenken hatte, pünktlich zu sein.
Gleich von Beginn an entwickelte sich eine interessante Diskussion zu der Thematik Klimaschutz und Energiepolitik. Im Mittelpunkt stand die Nutzung regenerativer Energien wie die der Windkraft, der Sonne, der Erdwärme und die aus Biomasse in Biogasanlagen etc.. Professor Methling hob in seinen einleitenden Worten unter anderem hervor, dass es alleine schon die Vernunft gebiete, auf die Nutzung regenerativer Energien zu setzen.
Einerseits gebiete es der Klimaschutz, um die Emissionen schädlicher Treibhausgase drastisch zu senken und die Erderwärmung mit all ihren dramatischen Folgen für die Umwelt zu stoppen. Andererseits seien die Ressourcen an fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas und Kohle
nur noch in einem begrenzten Zeitraum verfügbar. Die Vorräte der fossilen Energieträger werden damit immer knapper und zugleich teurer. Jetzt und in der Zukunft müsste deshalb, nicht zuletzt auch in Mecklenburg-Vorpommern, die Nutzung der Erneuerbaren Energien eine stetig wachsende Rolle spielen.
Auf die Frage eines Veranstaltungsteilnehmers, er würde sich bereits seit Jahren darum bemühen, sich auf dem Dach seines Wohnhauses eine Fotovoltaik-Anlage installieren zu lassen, da er selbst davon überzeugt sei, dass sich diese Anlage für ihn und seine Familie mittel- bzw. langfristig durch die relativ hohe Einspeisungsvergütung rechnen würde.
Er habe sich zudem sogar von Experten die Dacheignung begutachten lassen.
Die Experten kamen übereinstimmend zu dem Schluss, dass die Dachfläche, die Dachausrichtung und die Dachneigung optimal seien. Doch leider bekam er als Selbstständiger für die Finanzierung der Investitionssumme bisher von keiner Bank einen Kredit, obwohl sich der Kredit durch die 20 Jahre lang vom regionalen Energieversorger regelmäßig zu zahlende Einspeisungsvergütung, im EEG-Gesetz von 2004 gesetzlich fixiert, nicht nur nach seiner Meinung quasi alleine tragen würde.
Professor Wolfgang Methling verwies darauf, dass dies offenbar auch nach seinen Erkenntnissen ein häufiges Problem sei. Er glaube auch, dass die Erträge durch die Einspeisungsvergütung weitestgehend die Finanzierungskosten decken würden. Die Banken würden sich aber leider oft mit der Finanzierung schwer tun, was er natürlich eben so wenig gut finde, wie die Antragsteller, denen die Solarfinanzierung kurzerhand abgelehnt wurde.
Zwar gäbe es zum Beispiel günstige Förderdarlehen bei der KfW-Bank, doch müssten diese zunächst über die Hausbank beantragt werden. Da die Hausbanken aber kaum etwas an den Förderdarlehen der KfW Bankengruppe verdienen würden, böten die Hausbanken meistens zuallererst ihre hauseigenen Produkte an oder lehnten gar gleich von vornherein aus nicht immer nachvollziehbaren Gründen eine Finanzierung von Investitionen in Erneuerbare Energien ab.
Auf den Vorschlag des Vorsitzenden des Vereins "Grüne Welt & M-V Kulinaris" i. G., in der Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns eine Regionale Zweckgemeinschaft für Erneuerbare Energien nach dem Beispiel von Initiativen in den alten Bundesländern zu gründen, reagierten alle Anwesenden positiv.
Die Zusammenkunft müsse aber gründlich vorbereitet und möglichst müsse schon im Vorfeld mit potentiellen Interessenten aus der Region und darüber hinaus gesprochen werden, meinte Professor Methling. Deshalb sollte der Termin für ein solches Treffen, an dem auch Professor Dr. Wolfgang Methling als ehemaliger Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit weiteren Experten seines damaligen Umweltministeriums bereit ist teilzunehmen, erst frühestens dann festgelegt werden, nachdem gute Erfolgsaussichten für das Vorhaben bestehen.
- Beitragserstellung: 05.Oktober 2008 - Eckart Kreitlow
Regionale Energiegemeinschaft Jülich
Solarthermisches Kraftwerk Jülich
Rosenheimer Solarförderverein
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