Klimaschutz und Energiepolitik


Das Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommerns in Wietow in der Nähe der Hansestadt Wismar.  Foto: Eckart Kreitlow




ein Diskussionsforum mit Professor Dr. Wolfgang Methling










    Gründung einer Erzeugergemeinschaft für Erneuerbare Energien in der Küstenregion


    Denkbar ist da vielleicht die Gründung einer Genossenschaft oder die Wahl einer ähnlich sinnvollen Unternehmensform, um einerseits von den großen gewinnunersättlichen sowohl marktbestimmenden als auch zunehmend immer mehr preistreibenden Energiekonzernen unabhängig zu werden und um andererseits möglicherweise sogar einige Arbeitsplätze zu schaffen.

    Und um zugleich insbesondere zum Nutzen aller Mitglieder dieses künftigen im Gegensatz zu den unersättlichen marktbestimmenden Monopolen gar nicht bzw. nicht ausschließlich auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Gebildes innerhalb der Energieerzeugergemeinschaft und darüber hinaus kostengünstig ökologisch erzeugten Strom anbieten zu können.


    Mögliche Mitglieder und zugleich Anteilseigner einer solchen Erzeugergemeinschaft bzw. potentielle Interessenten, die dann auch selbstverständlich als Mitglieder der Erzeugergemeinschaft an den Gewinnen dieser Gemeinschaft gemäß ihrer zuvor durch Mitgliederbeschluss in einer Satzung oder einem ähnlichen verbindlichen Dokument mehrheitlich festgelegten limitierten Anteile gerecht beteiligt wären bzw. beteiligt werden würden, könnten zum Beispiel sein:


    Volks- und Raiffeisenbanken,

     kleine und mittelständische Unternehmen,

     Kommunen, Vereine, Verbände, Stiftungen,

     Wohnungsgesellschaften, Genossenschaften,

     Vermieter von geeigneten Dachflächen für Solaranlagen (Fotovoltaik),

     Bürger der Privathaushalte

    und andere Interessierte bzw. zu dieser Erzeugergemeinschaft Beitrittswillige.


    Vielleicht können wir dafür dann sogar Fördermittel aus dem so genannten Konjunkturpaket der Bundesregierung, von der staatlichen KfW-Bank oder von der Europäischen Union bekommen und uns zum Beispiel an Windparks in der Ostsee, an Biogasanlagen oder an Solarkraftwerken beteiligen bzw. welche errichten?

    Vielleicht können wir als Erzeugergemeinschaft auch langfristig von jenen Hausbesitzern geeignete Dachflächen für die Installation von Fotovoltaikanlagen mieten, die selbst als Einzelperson keine solche Solaranlage betreiben wollen oder diese aus Bonitätsgründen nicht finanziert bekommen?

    Dafür müssten daran Interessierte aus der Region zusammengeführt werden. Vor allem werden für die Umsetzung dieser realisierbaren und gemeinnützigen Idee finanzielle Mittel gebraucht sowie ein tragfähiges Konzept und fachkompetente Leute, denen man absolut vertrauen kann. Professor Dr. Wolfgang Methling sagte derzeit bereits für dieses anspruchsvolle Vorhaben seine Unterstützung zu.

    Sollte es tatsächlich zum Vorteil aller ihrer künftigen Mitglieder und natürlich des Klimaschutzes gelingen, dass sich Interessierte aus unserer Region zu einer Energieerzeugergemeinschaft zusammenschließen, stellte die genossenschaftliche Unternehmensform vermutlich in verschiedener Hinsicht die beste bzw. die optimale Variante dar.

    Würden sich bundesweit gar in größerer Zahl regenerative Energieerzeugergemeinschaften bilden, könnten als ein weiterer positiver Effekt, nicht zuletzt zum Vorteil der Endverbraucher bundesweit, sogar das Preismonopol der großen Energiekonzerne zunächst dauerhaft gebrochen und in der Folge durch einen dann beginnenden bzw. dann überhaupt erst möglichen fairen Wettbewerb zwischen den neuentstandenen regionalen Energieerzeugergemeinschaften die Energiepreise deutlich gesenkt werden.

    Denn sie, die marktbestimmenden Energiekonzerne, werden, auch selbst wenn sie vielleicht in regelmäßigen Zeitabständen nahezu gebetsmühlenartig immer wieder Gegenteiliges behaupten sollten, natürlich nie wirklich ernsthaft an bei den Verbrauchern nachhaltig spürbaren Preissenkungen interessiert sein.

    Die Gründung einer Erzeugergemeinschaft in der Unternehmensform einer Genossenschaft böte unter anderem durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen einerseits die Möglichkeit, alle Mitglieder entsprechend ihrer erworbenen Anteile finanziell gerecht an dem künftigen Unternehmenserfolg zu beteiligen.

    Durch die Limitierung des Erwerbs von Anteilen ließe sich andererseits aber auch gleichzeitig ein dominierender Einfluß Einzelner innerhalb der Erzeugergemeinschaft ausschließen oder zumindest einschränken und dabei auch, sehr wichtig, wirksam verhindern, dass

    -   nicht wie beispielsweise bei bestimmten Vermögensbeteiligungsmodellen, bei Privaten-Equity-Gesellschaften, bei Hedge- bzw. ähnlichen Heuschreckenfonds und Aktiensgesellschaften et cetera leider Gang und Gebe oder üblich   -

    einzelne Anteilseigner alleine exorbitant hohe oder unverhältnismäßig hohe Gewinne ungerechtfertigt einfahren könnten. Außerdem bekäme man über die Genossenschaftsanteile der Mitglieder neben möglichen Fördermitteln und günstigen Krediten von Staat und EU weiteres Kapital für die notwendigen Investitionen.

    Angesichts der unaufhörlich weiter steigenden Energiepreise, verursacht hauptsächlich durch die großen Stromkonzerne, profitierten am Ende sowohl alle Mitglieder der künftigen regenerativen Energieerzeugergemeinschaft davon als auch das Klima, da zum Beispiel bei der Energieerzeugung aus der Kraft der Sonne mittels Solaranlagen (Fotovoltaik) oder des Windes keine so genannten Treibhausgasemissionen erfolgten.


    Auf der nächsten Mitgliederversammlung unseres gemeinnützigen Vereins "Grüne Welt & M-V Kulinaris" am 3.April 2009 werden wir über die weitere Vorbereitung der schnellstmöglichen Gründung einer regionalen Energieerzeugergemeinschaft für Erneuerbare Energieen zum Beispiel in der Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder einer Genossenschaft sprechen.

    Vorstellbar ist nach einer erfolgreichen Gründung einer solchen Erzeugergemeinschaft für Erneuerbare Energieen sogar, sofern das natürlich überhaupt rechtlich möglich wäre und ebenso für alle Beteiligten dieser Gemeinschaft der regenerativen Energieerzeuger zugleich sinnvoll erschiene, eine spätere internationale Ausdehnung und die Gewinnung von Anteilseignern unter anderem aus den baltischen Anrainerstaaten bzw. skandinavischen Staaten wie Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Polen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Windparks oder weiteren Errichtungen solcher leistungsstarken und modernen Windkraftanlagen in der Ostsee.

    -     Beitragserstellung:   14.Februar 2009    Ergänzungen:   18.Februar 2009    -

    Eckart Kreitlow




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    Ein Diskussionsforum des gemeinnützigen Vereins "Grüne Welt & M-V Kulinaris" i. G. mit Prof. Dr. Wolfgang Methling zum Thema Klimaschutz und Energiepolitik

    Solaranlage auf einem Einfamilienhaus in Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart KreitlowEine moderne Windkraftanlage zur regenerativen Energieerzeugung in der Nähe der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten. Foto: Eckart Kreitlow"


    Professor Dr. Wolfgang Methling, gegenwärtig Oppositionsführer im Schweriner Landtag und von 1998 bis 2006 zwei Legislaturperioden Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, schaffte es sogar noch ein paar Minuten vor dem abgesprochenen Veranstaltungsbeginn um 19:00 Uhr am Freitag, dem 26.September, in das Ferienhof-Gästehaus in Ribnitz-Damgarten zu kommen, obwohl er zunächst an dem Tag wegen der stattgefundenen Landtagssitzung in Schwerin Bedenken hatte, pünktlich zu sein.

    Gleich von Beginn an entwickelte sich eine interessante Diskussion zu der Thematik Klimaschutz und Energiepolitik. Im Mittelpunkt stand die Nutzung regenerativer Energien wie die der Windkraft, der Sonne, der Erdwärme und die aus Biomasse in Biogasanlagen etc.. Professor Methling hob in seinen einleitenden Worten unter anderem hervor, dass es alleine schon die Vernunft gebiete, auf die Nutzung regenerativer Energien zu setzen.

    Einerseits gebiete es der Klimaschutz, um die Emissionen schädlicher Treibhausgase drastisch zu senken und die Erderwärmung mit all ihren dramatischen Folgen für die Umwelt zu stoppen. Andererseits seien die Ressourcen an fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas und Kohle nur noch in einem begrenzten Zeitraum verfügbar. Die Vorräte der fossilen Energieträger werden damit immer knapper und zugleich teurer. Jetzt und in der Zukunft müsste deshalb, nicht zuletzt auch in Mecklenburg-Vorpommern, die Nutzung der Erneuerbaren Energien eine stetig wachsende Rolle spielen.

    Auf die Frage eines Veranstaltungsteilnehmers, er würde sich bereits seit Jahren darum bemühen, sich auf dem Dach seines Wohnhauses eine Fotovoltaik-Anlage installieren zu lassen, da er selbst davon überzeugt sei, dass sich diese Anlage für ihn und seine Familie mittel- bzw. langfristig durch die relativ hohe Einspeisungsvergütung rechnen würde. Er habe sich zudem sogar von Experten die Dacheignung begutachten lassen.

    Die Experten kamen übereinstimmend zu dem Schluss, dass die Dachfläche, die Dachausrichtung und die Dachneigung optimal seien. Doch leider bekam er als Selbstständiger für die Finanzierung der Investitionssumme bisher von keiner Bank einen Kredit, obwohl sich der Kredit durch die 20 Jahre lang vom regionalen Energieversorger regelmäßig zu zahlende Einspeisungsvergütung, im EEG-Gesetz von 2004 gesetzlich fixiert, nicht nur nach seiner Meinung quasi alleine tragen würde.

    Professor Wolfgang Methling verwies darauf, dass dies offenbar auch nach seinen Erkenntnissen ein häufiges Problem sei. Er glaube auch, dass die Erträge durch die Einspeisungsvergütung weitestgehend die Finanzierungskosten decken würden. Die Banken würden sich aber leider oft mit der Finanzierung schwer tun, was er natürlich eben so wenig gut finde, wie die Antragsteller, denen die Solarfinanzierung kurzerhand abgelehnt wurde.

    Zwar gäbe es zum Beispiel günstige Förderdarlehen bei der KfW-Bank, doch müssten diese zunächst über die Hausbank beantragt werden. Da die Hausbanken aber kaum etwas an den Förderdarlehen der KfW Bankengruppe verdienen würden, böten die Hausbanken meistens zuallererst ihre hauseigenen Produkte an oder lehnten gar gleich von vornherein aus nicht immer nachvollziehbaren Gründen eine Finanzierung von Investitionen in Erneuerbare Energien ab.

    Auf den Vorschlag des Vorsitzenden des Vereins "Grüne Welt & M-V Kulinaris" i. G., in der Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns eine Regionale Zweckgemeinschaft für Erneuerbare Energien nach dem Beispiel von Initiativen in den alten Bundesländern zu gründen, reagierten alle Anwesenden positiv.

    Die Zusammenkunft müsse aber gründlich vorbereitet und möglichst müsse schon im Vorfeld mit potentiellen Interessenten aus der Region und darüber hinaus gesprochen werden, meinte Professor Methling. Deshalb sollte der Termin für ein solches Treffen, an dem auch Professor Dr. Wolfgang Methling als ehemaliger Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit weiteren Experten seines damaligen Umweltministeriums bereit ist teilzunehmen, erst frühestens dann festgelegt werden, nachdem gute Erfolgsaussichten für das Vorhaben bestehen.


    -     Beitragserstellung:  05.Oktober 2008    -

    Eckart Kreitlow




Regionale Energiegemeinschaft Jülich

Solarthermisches Kraftwerk Jülich

Rosenheimer Solarförderverein





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